Der NABU Kreisverband Groß-Gerau pachtet und erwirbt Flächen in einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet, das noch als Brutareal für bodenbrütende Vogelarten dient. Dabei handelt es sich vor allem um feuchte Ackerflächen entlang von Gräben. Diese werden im Spätwinter umgebrochen und bis nach dem Schlupf der Jungvögel als Schwarzbrache belassen, um geeignete Brutbedingungen zu schaffen.
Zum Schutz vor Bodenprädatoren werden die Flächen mit Elektrozäunen gesichert. Zusätzlich werden ausgewählte Bereiche mithilfe von Solarpumpen dauerhaft vernässt. Diese Maßnahmen erhöhen den Bruterfolg nachweislich. Auf den betreuten Flächen konnten bereits höhere Bruterfolge sowie steigende Brutpaarzahlen festgestellt werden.
Um den Schutz weiter auszubauen, sollen zusätzliche Flächen angepachtet oder erworben werden. Aktuelle wissenschaftliche Studien bestätigen die Wirksamkeit dieser Schutzmethode und unterstreichen deren Bedeutung für den Erhalt gefährdeter Brutvogelarten.
Projektträger: NABU Kreisverband Groß-Gerau

