Der Imkerverein Wetzlar e. V. beschafft für alle teilnehmenden Schulen und Kindertagesstätten die gleichen, gezielt ausgewählten Spätblüherpflanzen. Durch diese einheitliche Pflanzgrundlage werden vergleichbare Voraussetzungen an allen Standorten geschaffen. Die Pflanzaktionen werden zeitlich möglichst eng aufeinander abgestimmt durchgeführt, sodass die Entwicklung der Pflanzen sowie die späteren Beobachtungen der Insektenwelt unter ähnlichen Bedingungen erfolgen können.
Bereits im Projektstartjahr 2026 werden erste Insektenbeobachtungen, Zählungen und Bestimmungen durchgeführt. Durch die Auswahl entwicklungsähnlicher und teilweise bereits blühender Pflanzen sind erste Beobachtungen bereits im Spätsommer und Herbst 2026 möglich. Diese Erhebungen bilden den Referenzjahrgang und schaffen die Grundlage für die mehrjährige Vergleichs- und Entwicklungsarbeit.
Die Umweltbildungsangebote werden altersgerecht gestaltet. Kinder im Kindergartenalter von drei bis sechs Jahren entdecken Insekten spielerisch und lernen deren Farben, Formen und Bewegungen kennen. Eine Zählung oder Bestimmung der Arten erfolgt in dieser Altersgruppe noch nicht. In der Grundschule werden Insekten in einfachen Kategorien erfasst und gezählt. Darüber hinaus werden unterschiedliche Flächen miteinander verglichen und die Kinder an eine einfache Datenerfassung herangeführt. Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen erhalten eine Einführung in die Insektenbestimmung, nutzen Bestimmungshilfen und digitale Apps und dokumentieren ihre Beobachtungen systematisch. Auf diese Weise werden wissenschaftliche Arbeitsweisen altersgerecht vermittelt und das Verständnis für biologische Vielfalt nachhaltig gefördert.
Projektträger: Imkerverein Wetzlar e.V.

